Grundlagen der Reflexzonentherapie am Fuss

Die Reflexzonentherapie (RZF) ist eine komplementärmedizinische Methode und gehört in die Gruppe der manuellen Therapieformen. Die RZF zeichnet sich durch ihren ganzheitlichen Ansatz aus und lässt sich mit anderen Therapien gut kombinieren. Die RZF fördert die Selbstheilungskräfte des Menschen.
 
Wir verstehen die Füsse als „ Mikrosystem“, in dem der ganze Mensch reflektiert ist und individuell behandelt werden kann. Die Wirkungen erstrecken sich wie bei anderen Ordnungstherapien sowohl auf den körperlichen als auch auf den seelisch-emotionalen Bereich.
 
Wie andere Methoden (z. B. die Ohrakupunktur) reflektiert auch der Fuss im verkleinerten Massstab den Zustand des ganzen Menschen. Ein gesunder Mensch hat üblicherweise einen schmerzfreien Fuss, der sich warm/elastisch anfühlt und gut durchblutet ist. Wenn sich bestimmte Bereiche im Gewebe des Fusses (Reflexzonen) durch die speziellen Griffe dieser Therapie als schmerzhaft erweisen, so bedeutet dies, dass das zugeordnete Organ oder System behandlungsbedürftig ist. Die seit langem vorhandenen Erfahrungen belegen, dass sich durch eine gezielte Behandlung dieser belasteten Zonen der Gesundheitszustand des Menschen verbessert und vorhandene Symptome und Beschwerden verschwinden können. In den letzen Jahren wurden diese Beobachtungen durch klinische Studien bestätigt.
 
Der Schmerz in den Reflexzonen ist somit eine Art „Wegweiser“ auf der Landkarte der Füsse, denn er führt uns zu den behandlungsbedürftigen Bereichen. Sehr oft wird der Schmerz als Feind betrachtet, den es zu bekämpfen gilt. Die RZF geht als Ordnungs- und Regulationstherapie einen anderen Weg: Sie versteht ihn als Hinweis, dass die Heil- und Regenerationskraft des Menschen Hilfe und Unterstützung braucht.
 
Die Patienten erfahren in den Behandlungsintervallen verschiedene Arten von Reaktionen, denen eine besondere Bedeutung zukommt, denn durch sie zeigt sich eine Wende im Verlauf der Krankheit an. Die innere Heilkraft des Menschen, sein „Innerer Arzt“, bedient sich häufig der Ausscheidungsorgane Darm, Niere und Haut, um sich von Stoffwechsel-rückständen und Toxinen zu befreien.
 
Die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen können mit kurzfristigem Schnupfen reagieren. Frauen sollten wissen, dass sich manchmal die monatliche Regel verschieben kann. Die teilweise unerwarteten oder auch unangenehmen Reaktionen sind nicht negativ zu werten, sondern gleichen einem Frühjahrsputz im Organismus, der erwarten lässt, dass der Mensch sich in seinem „Gehäuse“ danach umso wohler fühlen wird.

 
 
Gute Indikationen für die RZF:
 

  • Schmerzen und Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Kopfschmerzen
  • Akute und chronische Störungen im Verdauungstrakt
  • Erkrankungen und Belastungen der Nieren und der Blase
  • Erhöhte Infektanfälligkeit und Allergien
  • Unterleibsbeschwerden, z. B. Schmerzen vor / während der Menstruation
  • Stressabbau