Geschichtliche Entwicklung

Schon vor Jahrtausenden kannten Kulturvölker des Ostens und des Westens verschiedene Möglichkeiten, Schmerzen und Krankheiten von entfernten Körper-stellen aus zu behandeln. Das Wissen über die Wirkung spezieller Fusspunkte war auch der Urbevölkerung Nord- und Mittelamerikas von Alters her vertraut.
Seit Jahrhunderten kennen die Cherokee-Indianer (North Carolina) die Bedeutung der Füsse für die Aufrechterhaltung des physischen, geistigen und spirituellen Gleichgewichts.
 
Zu Beginn des letzen Jahrhunderts systematisierte der Amerikaner Dr. William Fitzgerald dieses Erfahrungsgut und brachte es in eine zeitgemässe Form. Eunice Ingham, eine amerikanische Masseurin, begann um 1930, das vorhandene Grundwissen an gesundheitsbewusste Menschen weiterzugeben. Um 1955 kam die so genannte  „reflexology“ als vereinfachte Möglichkeit der Eigenbehandlung und Krankheitsvorbeugung  aus den USA nach Europa.
 
1958 lernte Hanne Marquardt die Methode kennen und behandelte damit viele Kranke mit den unterschiedlichsten Symptomen und Beschwerden. 1967 begann  sie mit dem Unterricht  für medizinisch-therapeutische Fachkräfte. In den folgenden Jahren entwickelten sich weitere 15 autorisierte Lehrstätten im In- und Ausland.
 
Die RZF nimmt heute in einer grossen Anzahl von Kliniken, Praxen und Sanatorien einen gleichwertigen Platz neben anderen Anwendungen aus der physikalischen Therapie ein.

 
 
Ausbildung in Reflexzonentherapie am Fuss
 

Die international standardisierte Ausbildung umfasst vier Kurse. Diese sind auf dem Hintergrund einer ganzheitlichen Behandlung des heutigen Menschen gestaltet. Der theoretische und praktische Lehrstoff wird lebendig auf den Grundlagen der Erwachsenenbildung vermittelt und ergänzt durch die Betrachtung vielfältiger Aspekte der inneren und äusseren Ordnung. Die TeilnehmerInnen haben so die Möglichkeit, während des Kurses auch etwas für sich zu erkennen und umzusetzen.
 
Die Behandlungstechniken und –griffe werden umfassend und anschaulich zugleich vermittelt. Besonderen Wert legen wir auf die Vermittlung von Wissen über Berührung, Dosierung, Kontraindikationen und Reaktionen während/nach der Behandlung.
 
Ab Kurs 2 wird der Fachunterricht ergänzt durch themenbezogene eutonische Körperarbeit. Dadurch kommen wir zu einem tieferen Verständnis unseres Körpers und der angewandten Techniken. Unsere Wahrnehmungsfähigkeit wird verfeinert, innere Ruhe und Ausgeglichenheit stellen sich leichter ein.
 
Jeder Ausbildungsabschnitt ist in sich abgeschlossen und befähigt die Teilnehmer-Innen, das Erlernte im Rahmen des vorhandenen medizinisch-therapeutischen Berufsbildes sofort in der Praxis anzuwenden.
 
Die Kurse können einzeln gebucht werden, zwischen den einzelnen Kursen sind 4 - 6 Monate praktische Einübungszeit notwendig.
 
Für die Folgekurse sind 3 schriftliche Dokumentationen zu je 6  Behandlungen einzureichen (siehe Lehrplan der Ausbildung). Für jeden Lernabschnitt verfassen die TeilnehmerInnen ein Lernjournal.
 
Wir empfehlen, die gesamte RZF-Ausbildung innerhalb von 2 Jahren zu absolvieren.
 
Die Ausbildung schliesst mit einer schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfung ab. Die schriftliche Prüfung besteht aus 6 dokumentierten Behandlungsserien, davon eine ausführliche 3 - 4 seitige Dokumentation. Die praktische und mündliche Prüfung wird am Ende des Kurs 4 abgelegt.

 
 
Für wen ist diese Ausbildung gedacht?
 

Unser Ausbildungsangebot richtet sich an alle med. Fachberufe (siehe nächstes Kapitel), die sich fundiert zu RZF-TherapeutInnen ausbilden lassen möchten.
 
Sie ist eine ausgezeichnete Weiterbildungsmöglichkeit für KörpertherapeutInnen mit anderer Ausrichtung wie Physiotherapie, Osteopathie, Massage,  Craniosakral -arbeit, Atemtherapie, Akupunkt-Massage nach Penzel, Akupunktur, etc.
 
Die RZF lässt sich gut mit anderen Therapien kombinieren. Darüber hinaus ist unsere Ausbildung ein sehr guter Einstieg in das Gebiet der Körpertherapie, z. B. für Pflegefachpersonal,  ErgotherapeutInnen, Hebammen, etc.

 
 
Anforderungen an Ausbildungs - Interessierte
 

Um die RZF am kranken Menschen ausüben zu können, ist eine medizinische Ausbildung als Grundlage erforderlich.

 
Teilnahmeberechtigte Berufsgruppen:

  • Pflegefachpersonen (mind. 3 jährige Ausbildung)
  • PhysiotherapeutInnen
  • Osteopathen/Innen
  • Medizinische Massage mit FA SRK
  • ÄrztInnen
  • Hebammen
  • ErgotherapeutInnen
  • Naturärzte und -ärztinnen
  • AtemtherapeutInnen
  • Medizinische Berufe mit gleichwertigen Grundlagen
  • Modul-Ausbildungen (Voraussetzung: absolviertes Basismodul mit Anatomie/Physiologie/Pathologie

 

Registrierung und Anerkennung durch Krankenkassen/Verband
 
Nach bestandener Prüfung (Kurs 4) können unsere KursteilnehmerInnen die Anerkennung durch die Krankenkassen beantragen. Die beiden grössten Organisationen sind das EMR und die ASCA.
 
Weiter können die AbsolventInnen dem Verband Reflexzonentherapie - Schule Marquardt (VRZF) beitreten. Dieser nimmt die Interessen der RZF-Praktizierenden auf der berufspolitischen Ebene wahr: www.reflexzonentherapie.ch

 
 
 
Ausbildungsprogramm als PDF Downloaden