Studien über die Reflexzonentherapie am Fuss

1.   Studie über Fussreflexzonenmassage (bei postoperativem Harnverhalten). Alternative zu Pillen.
G. Eichelberger (Krankenpflege - Soins Infirmiers 1993 Bd. 2, S.61-63)
Bei 60 Frauen mit einer gynäkologischen Operation wurde geprüft, ob sich durch FRZM die Notwendigkeit einer Nachkatheterisierung und der Bedarf an sogenannten blasentonisierenden Medikamenten beeinflussen lät. 30 Frauen erhielten FRZM (15 min, Beginn 2 bis 4 Tage vor der geplanten Entfernung des Blasenkatheters), die übrigen 30 dienten als Kontrolle. Hinsichtlich einer Nachkatheterisierung unterschieden sich beide Gruppen nicht, aber in der FRZM - Gruppe erhielten nur 3 Frauen " blasen-tonisierende" Medikamente , demgegenüber 12 in der Vergleichsgruppe. Wenngleich wichtige Details der Patientinnenzuteilung, des Untersuchungsablaufes und der Datenerhebung sowie Auswertung nicht mitgeteilt wurden und eine statistische Auswertung offensichtlich nicht erfolgte, lässt sich diese Erhebung als Hinweis auf potentiell günstige Effekte der postoperativen Anwendung von FRZM interpretieren, die weiter abgeklärt werden sollten. Alle Behandelten erlebten die FRZM als entspannend und beruhigend, viele bemerkten eine Verbesserung des Schlafes. Alle wünschten für weitere stationäre Aufenthalte wieder FRZM.
     
2.   Effekt der Reflexzonentherapie am Fuss bezüglich der prophylaktischen Behandlung mit Flunarizin bei an Cephalia-Kopfschmerz leidenden Patienten.   A. Lafuente, M. Noguera, C. Puy, A. Molins, F. Titus, F. Sanz (Erfahrungsheilkunde 1990 Nr.2, S.713-715)
     
3.   Beeinflussbarkeit der Darmdurchblutung durch Fussreflexzonenmassage, gemessen mittels farbkodierte Dopplersonographie.
E. Mur, J. Schmidseder, I. Egger, G. Bodner, G. Eibl, F. Hartig, K. P. Pfeiffer, M. Herold (Forschende Komplementärmedizin 2001 Nr.8, S. 86-89)
     
4.   Auswirkungen der Fussreflexzonenmassage auf die Regenerationsfähigkeit nach körperlicher Belastung bei Sportstudenten
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Fachbereich Sport, Prof. Jung, 1998 (nicht veröffentlicht)
     
5.   Änderung der Nierendurchblutung durch organassoziierte Reflexzonentherapie am Fuss gemessen mit farbkodierter Doppler-Sonographie.
I. Sudmeier, G. Bodner, I. Egger, E. Mur, H.Ulmer, M. Herold (Forschende Komplementärmedizin 1999 Nr.6, S.129-134)
     
6.   Anwendung der Reflexzonentherapie am Fuss nach Hanne Marquardt bei Patienten, die eine die Nierenfunktion ersetzende Dialysebehandlung benötigen.
E. Casanovas Izquierdo, R. Cucala Carvajal, M. Armengou Fal-Conde, M. Caldés Llevot, N. Esmel Esmel, Mª R. Juncosa Pámies, L. Gorrindo Lamban, A. Zarroca Martínez (nicht veröffentlicht)
     
7.   Randomized controlled study of premenstrual symptoms treated with ear, hand and foot reflexology.
T. Oleson, W. Flocco (Obstetrics and Gynecology 1993 Nr. 82, S.906-911)
(Dazu: R. Brandmaier: Reflextherapie bei praemenstruellem Syndrom - Komentar, in: Forschende Komplementärmedizin 195 Nr. 2, S. 290-291,und W. Stör: Reflextherapie bei prämenstruellem Syndrom, ebd. S. 289-290)
 
Eine randomisierte kontrollierte klinische Studie zur Wirksamkeit einer kombinierten Reflextherapie unter Einbeziehung der FRZM wurde an 50 Frauen mit einem Prämenstruellen Syndrom (PMS) durchgeführt. Zielparameter war eine PMS-Symptomen-Score. In der Verum-Reflextherapie wurden als bei PMS wirksam erachtete Punkte/Zonen an Händen, Füssen und Ohren (Abb.3) in der Vergleichsgruppe als unwirksam angesehene Punkte/ Zonen an Händen, Füssen und Ohren mit manuellem Druck behandelt. Alle Patientinnen schätzten die Behandlung als entspannend und angenehm ein. Die Frauen der Verumgruppe berichteten über ausgeprägte Entspannung. Zahlreiche Patientinnen der Verumgruppe schliefen während der Therapie ein und verspürten tags darauf mehr Energie. Unerwünschte Wirkungen wurden nicht registriert. In der Verumgruppe nahm der Gesamt-Symptom-Score signifikant stärker ab als in der Plazebogruppe, die Differenz bestand auch 8 Wochen nach Therapieende noch. Die Untersuchung weist freilich auch potentielle Kritikpunkte auf, z.B. Punktewahl, selbst entwickelter Symptomen-Score, hohe Dropout-Rate (30%), Grösse des Patientenkollektivs, Qualifikation der Therapeuten. Trotzdem ist diese Studie nach unserer Einschätzung eine klinisch relevant geplante und vertretbar ausgewertete klinische Studie. Direkte Schlüsse auf den Anteil von Wirksamkeit der FRZM in einer kombinierten Reflextherapie sind nicht möglich. Die Ergebnisse weisen aber darauf hin, dass die an somatotopischen Konzepten orientierte Auswahl von Behandlung ohne eine solche spezifische Auswahl.
     
8.   Zoneterapi og plasmakortiasol underkirurgisk stress
A. Engquist, H. Vibe-Hansen (Ugeskr Läger 1977 Nr.139 S.460-463)
In einer experimentellen Studie wurde 1977 bei 16 Patienten der Plasmakortisolanstieg während einer Cholezystektomie beobachtet. Bei der Hälfte wurde nach Einleitung der Narkose an der Fusssohle  die Nebennierenzone, bei den übrigen die Schulterzone stimuliert. Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied. Aus heutiger Sicht muss man dazu anmerken, dass durch Narkose vermutlich die Wirkung "reflexiver" Therapien (z.B. Akupunktur) aufgehoben wird.
     
9.   Fodzoneterapi og asthma bronchiale
LN. Petersen, P. Faurschou, OT. Olsen, UG. Svendsen (Ugeskrift Laeger 1992 Nr.154 S.2065-2068)
Petersen et al. verglichen 2 Gruppen von je 15 Patienten mit Bronchialasthma, wobei 1 Gruppe zusätzlich zur medikamentösen Therapie 10 einstündige Fussreflexzonenbehandlungen erhielt. Insgesamt zeigte sich eine deutliche Besserung der Symptomatik, der pulmonologischen Funktionsparameter und eine Reduktion des Beta-2-Agonisten-Verbrauchs, jedoch bestand kein relevanter Unterschied zwischen beiden Gruppen. Problematisch bei dieser Studie ist, dass bei niedriger Patientenzahl in Kombination mit einer starken Streuung der Messwerte geringe Gruppenunterschiede schwer detektierbar sind.
     
10.   Ureterstensanfald og zoneterapi
N. Baerkgaard, H. Vibe-Hansen (Ugeskrift Laeger 1981 Nr.143 S.  676-678)   
Eine weitere Studie über Einmalanwendung von FRZM beschäftigte sich mit steinbedingten Ureterkoliken bei 30 Patienten. 10 erhielten eine 10minütige Behandlung an der ipsilateralen Ureterzone, 10 an der ipsilateralen Schulterzone, 10 an der ipsilateralen Klavikulazone. In der 1. Gruppe fand sich bei 9 Patienten ein "verminderter Schmerz" ( gemessen an der Zeit bis zur 1. Analgetikumeinnahme), bei 5 Patienten sogar über die gesamte Beobachtungsdauer(4 h). In den Kontrollgruppen stellte sich nur bei 2 Patienten eine weniger als 1 h dauernde, bei den übrigen 18 keine Schmerzlinderung ein Diese gut konzipierte Studie spricht sowohl für ein Somatotopie-konzept als auch für einen analgetischen Effekt.